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Historische Brillen – Spiegelbild der Brillengeschichte

Historische BrillenBrillen haben eine bewegende Geschichte hinter sich. Für Brillenträger sind sie heute wie damals auch unerlässlich, denn sie gleichen Sehschwächen aus. Auch wenn die Brille heute alles andere als altertümlich sind, sondern einer Sammlung moderner Merkmale gleicht, lohnt ein Blick in die Geschichte. Wir sind für Sie durch die Brillengeschichte gereist und möchten Ihnen hier zeigen, wie aus dem einfachen Monokel eine innovative Sehhilfe mit Sehstärke wurde. Nicht zu Unrecht geht von den historischen Brillen bis heute ein gewisser Reiz aus. Nachbauten, die beispielsweise aufwendig aus Holz gefertigt werden, sind heute so beliebt wie lange nicht mehr. Viele historische Modelle werden für Veranstaltungen, aber auch für Fasching und Co verwendet.

Historische Brille Test 2018

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Die erste Brille nutzte ein Inuit

Historische BrillenDass es heute für Brillen Wechselgläser und Gläser gibt, die polarisiert sind, war vor Jahrtausenden undenkbar. Die erste Brille entstand auf Grönland und bestand keineswegs aus innovativen Materialien oder gar aus Glas. Ein Seehundknochen war bei der Materialwahl die Lösung schlechthin. Aufzeichnungen zufolge nutzte ein Inuit einen Seehundknochen, um diesen so zu bearbeiten, dass er direkt vor den Augen positioniert werden konnte. Damit wurde das starke grönländische Sonnenlicht so stark eingedämmt, dass der Inuit fortan keine Sehprobleme mehr hatte. Natürlich war dieser Knochen voll und ganz ohne Sehstärke und mit der heutigen Brille kaum vergleichbar, doch er definiert einen wichtigen Meilenstein in der Brillenentwicklung.

Es dauerte Jahrhunderte bis die Menschen genügend Wissen zusammengetragen hatten, um zu begreifen, dass sie aus geschliffenem Glas eine Konstruktion mit Sehstärke herstellen können. Eine Schlüsselrolle nahm für Brillenträger Archimedes ein. Von 287 bis 212 v. Chr. setzte er sich mit der Definition des Brechungsgesetzes auseinander.

Lesesteine gehörten zu den ersten wirklichen Brillen

Es dauerte lange, bis die heutige Brillen Formen annahm. Einer der frühen großen Meilensteine waren die sogenannten Lesesteine. Ihre Handhabung war revolutionär. Im 13. Jahrhundert wurden die Lesesteine nicht nur kleiner, sondern auch flacher. Mit der Nietbrille entstand schließlich das erste typische Brillengestell. Die Brillengestelle wurden im 13. Jahrhundert vorwiegend aus Holz, Eisen und Horn hergestellt. Trotz dieser Materialien war die Herstellung dieser Brillen extrem aufwendig, sodass sie denen vorbehalten waren, die über große finanzielle Mittel verfügten. Zu jener Zeit waren die Gläser noch 3 cm dick.

Jahrhundert ist Zeit der Innovationen

Eines der wichtigsten Jahrhunderte in der Brillengeschichte war das 18. Jahrhundert. So wurde der Rahmen 18. Jahrhundert vorwiegend aus Eisen gefertigt. Schon Anfang des Jahrhunderts wurden schließlich die ersten Brillen entwickelt, die einen Bügel besaßen. Damit konnte die 18. Jahrhundert Brille das Brillendesign maßgeblich verändern. Die Bügelbrillen, die es zu dieser Zeit gab, wurden auch als Schläfenbrillen bezeichnet. Damit die Brille 18. Jahrhundert möglichst vielseitig genutzt werden konnte, gab es diese Modelle mit Seitenstangen in unterschiedlichen Längen. Damit konnten sie im Zuge der Kulturindustrialisierung m 19. Jahrhundert problemlos mit Perücken getragen werden.

Doch auch die Gläserformen passten sich bei der 18. Jahrhundert Brille an. Sie wurden filigraner. Zusehends dominierten ovale und runde Glaseinfassungen das Bild. Damals wurden für die Rahmen 18. Jahrhundert Edelmetalle wie Silber und Gold verwendet.

Tipp: Möchten Sie historische Brillen kaufen, lohnt es sich Modelle aus Titan zu wählen. Das innovative Material erinnert stark an die Edelmetalle und lässt sich nach altem Vorbild bearbeiten, sodass es pure Nostalgie ausstrahlt.

Die aus Silber und Gold gefertigte Brille 18. Jahrhundert war jedoch dem Adel und den Gutbetuchten vorbehalten. Stattdessen konnte sich das einfache Volk bis dahin lediglich die Modelle aus Eisen leisten. Die wohl schönsten Brillen des 18. Jahrhunderts wurden in Asien gefertigt. Die Asiaten nutzten die Gestelle und Nasenbügel, um sie aufwendig zu verzieren.

Dem 18. Jahrhundert Stil schlossen sich im 19. Jahrhundert aufwendige Gestellformen an. Bis heute können Sie mit diesen Gestellformen historische Brillen kaufen. Pure Nostalgie vermittelt noch immer die X-Bridge-Brille, die insbesondere durch den Komponisten Franz Schubert bekannt wurde. Das Gestell läuft hier im Nasenbereich wie ein X zusammen. Die Gestelle aus Eisen und Kupfer waren vor allem beim langen Tragen nicht sehr komfortabel und drückten. Abhilfe schafften Lederpolster, die etwa ab dem 18. Jahrhundert auf den Gestellen montiert wurden. Einie komplexe Konstruktionen ließen es zu, die Lederpolster nach einer gewissen Zeit auszuwechseln.

Historische Brillen heute

Bis heute sind historische Brillen begehrt und finden immer wieder Anklang. Entsprechende Modelle gibt es für Herren, Damen und Kinder.

Modell Hinweise
Historische Brille ohne Sehstärke Ohne Sehstärke werden diese besonderen Brillen meist recht günstig beispielsweise als Kostümbestandteil angeboten.
Nachbau einer historischen Brille Lieben Sie das Besondere, können Sie sich aber auch für einen aufwendigen Nachbau aus traditionellen Materialien wie Holz entscheiden. Diese lassen auch Spielraum für moderne Innovationen wie Wechselgläser oder Glas, das polarisiert ist.

Möchten Sie historische Brillen günstig kaufen, lohnt sich ein Preisvergleich. Während die vorgefertigten Modelle recht billig sind, müssen Sie für einen Nachbau mit einem höheren Preis rechnen.

Im Internet können Sie historische Brillen günstig kaufen. Mehr als ein Online Shop hat sich auf dieses Thema spezialisiert. Nicht jeder Anbieter deckt allerdings bei den Designs mehrere Jahrhunderte ab. Es gibt auch Anbieter, die sich beispielsweise auf das 18. oder 19. Jahrhundert spezialisiert haben. Bevor Sie im Sale oder Standardsortiment Ihre historische Brille online bestellen, haben wir für Sie die Vor- und Nachteile des Nachbaus der historischen Brille noch einmal zusammengefasst.

  • Die Nachbauten sind eng an Originale angelehnt und teilweise fast verwechselbar.
  • Bei der Herstellung werden häufig historische Materialien wie Eisen und Holz verwendet.
  • Historische Brillen sind sehr detailreich und hochwertig verarbeitet.
  • Zudem gibt es ebenfalls unzählige aufwendig gestaltete Einzelstücke zu kaufen.
  • Wenn es sich um Einzelstücke handelt, sind diese recht teuer in der Anschaffung.
  • Historische Brillen können moderne Sehhilfe oft nicht ersetzen.

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