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Die Glasveredlung einer Brille

Humphrey's-BrillenUnter der Glasveredlung der Brille ist die Bearbeitung der Brillengläser zu verstehen. Dies geschieht, um die Gläser den Bedürfnissen des späteren Trägers anzupassen und ihm den nötigen Sehkomfort zu verschaffen. Die unterschiedlichen Beschichtungen und Bearbeitungsvarianten werden bei Gläsern aus Mineralglas und Kunststoff durchgeführt. Die Brillen werden durch die Glasveredlung haltbarer und widerstandsfähiger, weniger schmutzanfällig oder anpassungsfähiger für die unterschiedlichsten Lichtverhältnisse. Damit besitzt die Glasveredlung ein weites Anwendungsgebiet und ist für jeden Brillenträger von Interesse.

Glasveredlung – was ist das?

Die Glasveredlung einer BrilleUnter den Begriff Glasveredlung fallen eine ganze Reihe von Maßnahmen, die mit der Bearbeitung der Gläser in Zusammenhang stehen. Zunächst sind die Glasfarbe und die Glasdicke relevant. Hinzu kommen eine ganze Reihe von Beschichtungsmöglichkeiten. Somit gibt die Glasveredlung den Brillen ihren letzten Schliff und macht Sie für ihren Träger zu einer individuellen und den persönlichen Bedürfnissen angepassten Sehhilfe.

Die Glasfarbe

Getönte Gläser sind nicht allein für Sonnenbrillen bestimmt. Auch herkömmliche Sehhilfen können mit farbigen Gläsern ausgestattet sein. Die Färbung der Gläser bei Funktionsbrillen ist nicht allein optisch ansprechend, sondern erfüllt auch einen praktischen Zweck. Dabei sind die verschiedensten Tönungsgrade möglich. Sonnenbrillen sind meist in einem charakteristischen Braunton erhältlich. Bei Sportbrillen ist der Spielraum größer. So werden für Skifahrer bevorzugt Brillen mit gelben Gläsern eingesetzt. Gelbe Brillengläser absorbieren das Sonnenlicht und richten den Fokus stärker auf das unmittelbare Sichtfeld des Sportlers. Farbige Gläser sind jedoch kein Garant für einen ausreichenden UV-Schutz. Diesbezüglich sollten die Hersteller gesonderte Angaben machen.

Tipp: Helle Brillengläserfarben dienen der Kontrasterhöhung. Dunkle Brillengläser werden bevorzugt bei starker Sonneneinstrahlung eingesetzt. Bei der Auswahl ist auf die Zweckgebundenheit zu achten. Dunkle Brillengläser erschweren auf Grund ihrer Lichtundurchlässigkeit die Sicht. Farbige Gläser können die Wahrnehmung der Umgebung verfälschen.

Die Glasstärke

Die Glasstärke zählt zu den primären Glasveredlungsmethoden. Die Stärke des Brillenglases richtet sich nach dem ermittelten Dioptrinwert. Eine hohe Dioptrinzahl bedingt folglich entsprechend dicke Gläser.

Art der Brillengläser Hinweise
sphärischen Brillengläsern Bei sphärischen Brillengläsern gilt diese Richtlinie auch weiterhin.
asphärischen Brillengläsern Bei asphärischen Brillengläsern erscheinen die Brillengläser weit dünner, auch wenn ein hoher Dioptrinwert vorliegt.

Die Glasstärke wird nicht nur nach dem Grad der Fehlsichtigkeit bemessen, auch die Art und Beschaffenheit des verwendeten Materials sind von Belang. Welche Stärke ein Brillenglas besitzt, ist am Brechungsindex ersichtlich. Für die Korrektur geringerer Fehlsichtigkeiten ist ein Brechungsindex von 1,5 ausreichend. Bei höheren Dioptrinwerten werden asphärische Brillengläser mit einem Brechungsindex ab 1,6 genutzt.

 Hinweis: Der Brechungsindex des Glases richtet sich nach dem notwendigen Korrektionswert.

Phototrope Gläser

Neben den herkömmlichen Gläsern aus Mineralglas und Kunststoff zählen auch phototrope Gläser zur Glasveredlung. Diese Gläser besitzen eine selbst tönende Funktion. Dies hat den Vorteil, dass sich die Gläser an die herrschenden Lichtverhältnisse anpassen können, indem sie sich entsprechend verfärben.

Fällt ausreichend Licht auf diese Brillengläser, nehmen sie einen dunkleren Farbton an und passen sich damit den Lichtverhältnissen an. Während die Gläser im Normalfall vollkommen klar erscheinen, können sie sich bei entsprechender Lichteinstrahlung bis zu 90% verdunkeln. Werden herkömmliche Sehhilfen auf diese Weise behandelt, ist die Anschaffung einer Sonnenbrille überflüssig.

Oberflächenbeschichtungen

Spezielle Oberflächenbeschichtungen zählen ebenfalls zu den Maßnahmen, mit denen sich Brillengläser aufwerten lassen. Hierbei kommen die persönlichen Wünsche des Kunden zum Tragen. Die Gläser können bei normalen Sehhilfen ebenso behandelt werden, wie bei einer Sonnenbrille.

Variante Hinweise
Härtung von Kunststoffgläsern Eine Möglichkeit der Glasveredlung ist zum Beispiel die Härtung von Kunststoffgläsern. Diese zeigen sich unbehandelt recht anfällig gegen Kratzer und andere Verschleißerscheinungen. Die Gläser werden stabiler gemacht, indem eine spezielle Schicht aufgebracht wird. Durch die Behandlung kommt das Kunststoffglas in seiner Härte einem Mineralglas gleich.
Clean Coat Eine Form der Oberflächenveredlung ist auch der Clean Coat. Diese spezielle Schicht versieht die Brillengläser mit einem Lotuseffekt. Wasser, Staub und Schmutzpartikel setzen sich nicht an den Gläsern fest, sondern perlen ab. Dies ist besonders praktisch für Menschen, die sich häufig im Freien aufhalten und dabei mit Staub und Schmutz in Berührung kommen. Auch bei entspiegelten Brillen kommt dieses Veredlungsverfahren häufig zur Anwendung.

Vor- und Nachteile einer Glasveredelung

  • Durch die Glasveredelung werden die Brillengläser deutlich robuster und widerstandsfähiger wodurch die Lebensdauer der Sehhilfe deutlich erhöht wird.
  • Mit Hilfe der Glasveredelung werden Brillen dem Träger individuell angepasst, wodurch ein noch besseres Trage- und Komfortgefühl entsteht.
  • Kommen bei der Veredelung phototrope Gläser zum Einsatz, so können Sie von der selbst tönenden Funktion der Gläser profitieren.
  • Lediglich die zusätzlichen Kosten könnten für den einen oder anderen als Nachteil einer Glasveredelung gesehen werden.

Entspiegelungen

Eine besonders häufig nachgefragte Form der Glasveredlung ist die Entspiegelung. Durch das direkte Auftreffen der Lichtstrahlen auf die Brillengläser wird der Träger unangenehm geblendet. Diese Reflexion kann besonders bei Autofahrern eine Gefahr darstellen.

Wird das Brillenglas entspiegelt, erfolgt ein mehrschichtiger Auftrag auf das Glas. Durch dieses auch Aufdampfen genannte Verfahren lässt sich die Reflexion deutlich mindern. Die Entspiegelung wird in mehreren Schichten aufgebracht. Je höher die Anzahl der Schichten, desto besser der Entspiegelungseffekt. Die Reflexion der Lichtstrahlen kann bis zu einem Wert von 90% minimiert werden. Die Abkürzung ET weist auf eine einfache Entspiegelung hin. Mit SET werden besonders hohe, sogenannte Superentspiegelungen bezeichnet.

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